„Ihr bleibt ja wirklich überall stehen und findet Motive!“
Am Sonntag, den 19. Juli, ging unsere Fotowalk-Reihe „Fotografieren im schönen Münsterland“ in die dritte Runde. Das Konzept: Vereinsmitglieder zeigen uns ihre Heimatorte und Lieblingsplätze. Wir fangen Impressionen, Kurioses und Details ein, tauschen fotografisches „Nerdwissen“ aus – und lernen uns einfach besser kennen.
Übrigens: Auch Nichtmitglieder sind jederzeit herzlich willkommen! Wer aus dem Verein hat als Nächstes Lust, seine Lieblingsecken zu zeigen? Bitte einfach bei mir Eckhard.Bode@fotofreunde-muensterland.de melden!
Nach Laer und Dülmen ging es diesmal nach Drensteinfurt – oder „wiel man up platt säggt: Stewwert“. Unser lokaler Scout und Vereinsmitglied Thomas Heßling hatte die Regie übernommen.


Das Abschluss- Gruppenfoto ziehe ich hier schon vor.

Bahnhofsromantik und eine ungewöhnliche Tankstelle im Münsterland
Um 14 Uhr starteten 14 Mitglieder und ein Gast am Bahnhofsvorplatz. Unser Gast, die Tochter eines Mitglieds und Teilnehmers, nutzte den Walk direkt als Teil ihres Studienpraktikums (Design und Medien).




Erster Halt laut Thomas‘ Ablaufplan: Kaffeetrinken an einer Tankstelle in Nähe des Bahnhofs. Klingt pragmatisch, entpuppte sich aber als charmantes Café hinter der Tankstelle auf der Rückseite des Gebäudes. Denn jede gute Veranstaltung braucht bekanntlich erst einmal Koffein! Und den spendierte Thomas uns, herzlichen Dank von allen Teilnehmern. Neben Kaffee gab es eine kurze Einweisung in den Ablauf durch Thomas und mich und eine kleine Geschichte zu einer Drensteinfurter Kuriosität: Die Tankstelle liegt, sehr ungewöhnlich, am Ende einer ruhigen Sackgasse! Thomas klärte auf: Früher gab es hier einen befahrenen Bahnübergang. Der Übergang ist seit Jahren Geschichte – die Tankstelle überlebte wundersam.
Erster Halt laut Thomas‘ Ablaufplan: Kaffeetrinken an einer Tankstelle in Nähe des Bahnhofs. Klingt pragmatisch, entpuppte sich aber als charmantes Café hinter der Tankstelle auf der Rückseite des Gebäudes. Denn jede gute Veranstaltung braucht bekanntlich erst einmal Koffein! Und den spendierte Thomas uns, herzlichen Dank von allen Teilnehmern. Neben Kaffee gab es eine kurze Einweisung in den Ablauf durch Thomas und mich und eine kleine Geschichte zu einer Drensteinfurter Kuriosität: Die Tankstelle liegt, sehr ungewöhnlich, am Ende einer ruhigen Sackgasse! Thomas klärte auf: Früher gab es hier einen befahrenen Bahnübergang. Der Übergang ist seit Jahren Geschichte – die Tankstelle überlebte wundersam.
Fachwerk-Rätsel und bewegende Geschichte
Weiter ging es zur Alten Post, einem imposanten Fachwerkbau (ca. 28x13m) aus dem Jahr 1647, den wir auch von Innen besichtigen durften (inklusive angedeuteter Kaminfeuer-Romantik im Erdgeschoss), einst Lagerhaus und Getreidespeicher.


Auf dem Vorplatz warteten zwei historische Stadtmodelle. Erst beim genauen Blick durch die Linse fiel auf: Der Nordpfeil zeigt bei beiden Modellen in dieselbe Richtung – doch Kirche und Alte Post haben sich im Laufe der Jahrhunderte auf „wundersame Weise“ wohl gedreht…Fotografenblick eben, bis ins Detail.





Beim Schlängeln durch den historischen Stadtkern, vorbei an alten Mauern, fast 400 Jahre alten Fachwerkhäusern und engen Gassen am Westwall, verleitete uns jedes kleine Detail zum Zwischenstopp. Thomas’ erstauntes Fazit: „Ihr bleibt ja wirklich überall stehen und findet Motive!“ – Stimmt!



















Ein besonders eindrucksvoller Stopp war die ehemalige Jüdische Synagoge, die heute als Mahn- und Erinnerungsstätte dient. Bei den fesselnden Ausführungen von Dr. Huge vom Synagogen-Verein zum Schicksal der jüdischen Gemeinde in Drensteinfurt, insbesondere während der Progromnächte im November 1938, beim Anblick historischer Dokumente und eines heute noch sichtbaren Einschusslochs, hielten alle inne – ein ergreifender und gerade in heutigen Zeiten extrem wichtiger Erinnerungsort.






Eiszeit, Schloss-Beziehungen und Ausklang
Nach so viel Geschichte tat die angekündigte „Eiszeit“ an einer lokalen Eisdiele gut, um bei kühlen Leckereien fachzussimpeln. Zum krönenden Abschluss ging es zum
Haus Steinfurt, erbaut zwischen 1707 und 1709 (Schutz der Furt über die Werse). Da dieses Wasserschloss bewohnt und heute privat ist, verdankten wir es allein Thomas’ guten Kontakten, dass wir den Schlosspark erkunden und ausgiebig fotografieren durften.










Gegen 18 Uhr schossen wir das offizielle Gruppenfoto. Das finale Kapitel wurde anschließend im Restaurant beim Italiener aufgeschlagen: Sechs Fotobegeisterte ließen den Tag bei einem gemütlichen „Mini-Stammtisch“ ausklingen. Pünktlich gegen 20 Uhr ging es heimwärts – schließlich wollte niemand den Anpfiff des WM-Finales verpassen.

Fazit: Bestes Fotowetter, eine großartige Truppe, eine vielseitige kleine Stadt und ein perfekt organisierter Walk. Sehr viele sehr unterschiedliche Fotos sind auf diesem gemeinsamen Fotowalk entstanden. Danke Thomas, dass Du uns deine Heimatstadt nähergebracht hast!
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Bericht: Eckhard Bode
Umsetzung in WordPress: Stephan Rosenberger
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